Cosplay-Props nach Maß, als Commission gebaut
Rüstung, Helme, Waffen, Schilde, Stäbe und leuchtende Builds von verifizierten Makern. Hier erfährst du, wie Props gebaut werden, was den Preis bewegt, wie du einen Maker briefst und was du vor der Con prüfen solltest.
Prop-Commission posten — kostenlos Einstellen kostet nichts. Belastet wird erst, wenn du das Angebot eines Makers annimmst.

Ein beauftragtes Prop wird für dich gebaut: nach deinen Referenzen, in der Größe und dem Finish, das du wählst. Die meisten kombinieren mehrere Techniken: ein Schaumkörper mit 3D-gedruckten Details, ein gedruckter Blaster mit LEDs im Inneren, ein Schild mit lasergeschnittenem Emblem. Wer die Grundlagen kennt, schreibt ein besseres Briefing und kann Angebote besser vergleichen.
Was beauftragt wird
Rüstung
Brustplatten, Schulterteile, Handschuhe, Beinschienen und komplette Sets. Meist aus EVA-Schaum für Tragekomfort und Gewicht, manchmal mit Worbla oder 3D-gedruckten Teilen für harte Kanten und feine Details. Gebaut nach deinen Maßen.
Helme
Oft in Segmenten 3D-gedruckt und glatt geschliffen oder aus Schaum gebaut. Frag nach Visier, Belüftung, Polsterung und danach, wie viel du damit siehst.
Waffen und Blaster
Schwerter, Äxte, Hämmer, Sci-Fi-Blaster und Prop-Pistolen. Für die Con meist aus Schaum oder leichten Drucken ohne scharfe Kanten. Blaster brauchen eventuell eine orange Markierung (siehe Abschnitt zu Con-Regeln unten).
Schilde
Groß und leicht ist das Ziel: Schaum, Thermoplast oder geschichtete lasergeschnittene Platten, mit Griff oder Armschlaufe, die zu dir passt.
Zauberstäbe und Stäbe
Lange Teile brauchen meist einen festen Kern wie einen Rundstab oder ein Rohr in Schaum oder Druckteilen. Die Länge zählt bei Reisen und bei Con-Regeln, darum sind viele zerlegbar gebaut.
Masken
Voll- und Halbmasken aus Schaum, Thermoplast oder Resin. Eine Maske sitzt auf deinem Gesicht, also frag nach Innenseite, Polsterung, Riemen und Luftzufuhr.
Wearable Tech
Leuchtende Brustteile, glühende Augen, Arc-Reaktoren, Soundeffekte und bewegliche Teile. Elektronik bedeutet Mehrarbeit und einen Akku, den du laden, einschalten und tauschen musst.
Display-Repliken
Screen-accurate Stücke fürs Regal statt für die Con. Hier gehen schwerere, härtere Materialien wie massives Resin, Holz oder Metall, weil niemand sie den ganzen Tag tragen muss.
Bautechniken und Materialien
Die meisten Props kombinieren mehrere davon. Ein guter Maker wählt die Technik Teil für Teil, und ein gutes Angebot sagt, welche er einsetzen will.
EVA-Schaum
Leicht, flexibel und angenehm zu tragen. Aus Platten geschnitten, mit Hitze geformt und mit Kontaktkleber verklebt. Schaum muss vor dem Lackieren mit Hitze und einem flexiblen Primer (zum Beispiel Plasti Dip oder Flexbond) versiegelt werden, sonst zieht die Farbe ein und reißt. Er bekommt eher Dellen, als dass er bricht, aber sehr feine Details sind schwierig.
Thermoplaste (Worbla und Ähnliches)
Platten, die mit dem Heißluftföhn weich werden (Worbla ab etwa 90 °C), sich über eine Form oder einen Schaumkern legen lassen und beim Abkühlen wieder aushärten. Erhitztes Worbla klebt an sich selbst, und Reste lassen sich wieder erwärmen und verwenden. Härtere, schärfere Oberflächen als Schaum, bei höheren Materialkosten; die Struktur muss mit Primer kaschiert werden.
FDM-3D-Druck (PLA, PETG)
Kunststofffilament, Schicht für Schicht gedruckt. Gut für Hard-Surface-Teile, Helme und Blaster; große Teile werden passend zum Drucker geteilt und verbunden. Schichtlinien brauchen Füllprimer und Schleifen für eine glatte Oberfläche. PLA wird ab etwa 60 °C weich, ein Druck im heißen Auto kann sich also verziehen; PETG verträgt Hitze besser.
Resin-Druck (SLA/MSLA)
Flüssiges Harz, das mit Licht ausgehärtet wird. Viel feinere Details und glattere Oberflächen als FDM, ideal für Embleme, Kleinteile und Gesichter. Die Druckfläche ist meist kleiner, Standard-Resin kann spröde sein, und jeder Druck muss gewaschen und mit UV nachgehärtet werden.
Abguss in Silikonformen
Der Maker baut ein Master (modelliert oder gedruckt), nimmt davon eine Silikonform ab und gießt Kopien in Resin oder Schaum. Lohnt sich für mehrere identische Teile oder ein passendes Paar. Die Form ist ein einmaliger Kostenpunkt, und hohle (rotationsgegossene) Abgüsse halten das Gewicht niedrig.
CNC- und Laserschnittteile
Flache oder geschichtete Teile, präzise aus Platten geschnitten: Acryl, MDF, Sperrholz, Schaum oder Aluminium. Gut für Klingen, Embleme, kantenbeleuchtetes Acryl, Innenrahmen und Teile, die exakt gleich sein müssen.
Finish
Grundieren, Spachteln, Schleifen, Grundfarbe, Detailbemalung, Weathering und ein schützender Klarlack. Bei vielen Props stecken hier die meisten Stunden, und genau das unterscheidet con-ready von screen-accurate.
LEDs und Elektronik
LED-Streifen oder einzelne LEDs, Soundmodule und kleine Controller, alles mit Akku oder Batterie. Frag, wo Schalter und Akku sitzen, wie du lädst oder wechselst und wie lange er ungefähr hält.
Was Kosten und Lieferzeit bestimmt
- Größe — Größere Props brauchen mehr Material und mehr Stunden, und große Teile müssen oft in Segmenten gebaut und sauber verbunden werden.
- Finish-Level — Con-ready, Foto/Wettbewerb oder screen-accurate. Jede Stufe bedeutet mehr Zeit für Schleifen, Bemalen und Details.
- Anzahl der Teile — Ein einteiliges Schwert und ein vielteiliger Blaster mit beweglichen Elementen sind zwei verschiedene Aufträge. Jedes zusätzliche Teil heißt Design, Druck oder Zuschnitt, Anpassen und Bemalen.
- Elektronik — Licht und Sound bedeuten Bauteile, Verkabelung und Tests, dazu ein Design, das den Akku versteckt, aber erreichbar lässt.
- Tragbarkeit — Riemen, Polsterung, Belüftung und die Anpassung an deine Maße sind Mehrarbeit gegenüber einem Ausstellungsstück.
- Deadline — Liegt die Con kurz nach deinem Post, wird es meist ein Eilauftrag mit Aufpreis, und manche Maker lehnen ab.
- Versand — Große, lange oder empfindliche Props brauchen Spezialkartons und können teuer im Versand sein, besonders ins Ausland. Zerlegbare Props sind günstiger und sicherer zu verschicken.
Eine Preisliste gibt es nicht, weil jedes Prop anders ist: Die echte Zahl liefern Angebote von Makern, die deine Referenzen gesehen haben. Preis-Guide für Cosplay-Commissions →
So briefst du einen Prop-Maker
- Charakter, Quelle und genaue Version, und welches Prop oder welche Props du willst.
- Referenzbilder aus mehreren Blickwinkeln: vorne, hinten, beide Seiten und oben, dazu Nahaufnahmen von Details und Markierungen.
- Größe: ein reales Maß oder der Maßstab im Verhältnis zu deiner Körpergröße. Bei Rüstung, Masken und Helmen die Maße der Stellen, die das Teil berührt (Kopfumfang, Brust, Unterarm).
- Deadline: das Datum, an dem du es in der Hand haben musst, und die Con, für die es ist. Plane Zeit für den Versand ein.
- Finish-Level: con-ready, Foto oder screen-accurate.
- Wie du es nutzt: den ganzen Tag getragen, in der Hand, nur fürs Shooting oder als Ausstellungsstück.
- Grenzen bei Gewicht oder Komfort, und ob es sich für die Reise zerlegen lassen soll.
- Elektronik, falls gewünscht: was leuchtet, in welchen Farben, ob Sound dazu soll und wie du es einschalten willst.
- Deine Budgetspanne und dein Versandland.
- Die Prop-Regeln deiner Con, falls sie Größe, Material oder Waffen betreffen.
Prop- und Waffenregeln auf Conventions
Die Regeln sind von Con zu Con verschieden und können sich jedes Jahr ändern. Prüf also die Waffen- oder Prop-Regeln deiner Con, bevor du beauftragst, und schick sie deinem Maker.
Übliche Regeln sind ein Prop-Check oder Peace-Bonding am Eingang, keine echten oder echt aussehenden Schusswaffen, keine scharfen Kanten oder Metallklingen, keine funktionierenden Projektile sowie Grenzen für Länge, Gewicht oder harte Materialien. Manche Cons verlangen, dass Schusswaffen-Props teilweise leuchtend orange lackiert sind. Das letzte Wort hat das Con-Personal.
In den USA schreibt ein Bundesgesetz vor, dass Spielzeug-, Nachbildungs- und Imitationswaffen bei Herstellung, Verkauf oder Versand einen leuchtend orangefarbenen Stopfen im Lauf tragen (15 U.S.C. § 5001). In anderen Ländern gelten andere Regeln für Repliken, also prüf die Vorschriften vor Ort und sag deinem Maker, was du brauchst.
Versand und Reisen mit Props
- Lass lange oder große Props zerlegbar bauen: Sie lassen sich leichter verpacken, verschicken und in den Koffer packen.
- Frag den Maker, wie er verpackt. Lackierte Props brauchen Polsterung, damit das Finish nicht scheuert.
- Flüge in den USA: Die TSA erlaubt im Handgepäck nichts, was echten Waffen ähnelt, auch keine Spielzeugschwerter und Prop-Pistolen; pack sie ins aufgegebene Gepäck. Die endgültige Entscheidung trifft das Kontrollpersonal.
- Lose Lithium-Akkus für leuchtende Props gehören ins Handgepäck, nie ins aufgegebene Gepäck, mit geschützten Kontakten (FAA-Regeln).
- Lass PLA-Drucke nicht im heißen Auto oder in der prallen Sonne am Fenster liegen.
- Versand über Grenzen: Frag nach Zoll und Einfuhrregeln für Waffenrepliken, bevor du ein Angebot annimmst.
So läuft eine Prop-Commission auf The Spool List
- Build beschreibenCharakter und genaue Version, Referenzen von vorn, hinten und der Seite, deine Maße bei tragbaren Teilen, das Datum der Con oder des Shootings und ein Budgetrahmen.
- Maker vergleichenFoamsmiths, Drucker und Schneider antworten mit Preis und Zeitplan. Sieh dir vor der Wahl ihre bisherigen Builds, abgeschlossenen Aufträge und Bewertungen an.
- Angebot annehmen und zahlenDie Kartenzahlung läuft über Stripe. The Spool List hält sie zurück, und der Maker wird erst bezahlt, wenn du die Lieferung bestätigt hast.
- Auspacken und bestätigenVerfolge in der App die Fortschrittsfotos, während gebaut wird. Sobald das Teil da ist und du die Lieferung bestätigst, erhält der Maker die Zahlung.
Poste das Prop einmal mit deinen Referenzen, und jeder verifizierte Maker mit den passenden Skills und Werkzeugen kann ein Angebot schicken. Mehr zum Ablauf →
Die Con steht im Kalender?
Build einmal beschreiben. Maker bieten lassen.
Stell Referenzen und Maße kostenlos ein. Verifizierte Maker für Schaumstoff, Druck und Nähen schicken Angebote, und die Plattform behält dein Geld, bis du die Lieferung des Builds bestätigst.
Oder hol dir die App von The Spool List:
Fragen zu Prop-Commissions
Welches Material ist das beste für ein Cosplay-Prop?
Das hängt davon ab, wie du es nutzt. EVA-Schaum ist am leichtesten und am angenehmsten zu tragen, 3D-Druck und Resin halten die meisten Details, und Thermoplaste geben harte, scharfe Oberflächen. Viele Props kombinieren Techniken. Sag dem Maker, wie du das Prop nutzen willst, und lass dir den Aufbau vorschlagen.
Kann ein Prop so gebaut werden, dass es den Waffencheck meiner Con besteht?
Schick die Prop-Regeln deiner Con mit dem Briefing. Maker können sich daran halten, etwa mit leichten Materialien, ohne scharfe Kanten, mit orangen Markierungen an Blastern oder einer passenden Länge. Die endgültige Entscheidung trifft das Con-Personal am Eingang.
Kann ein Prop Licht oder Sound bekommen?
Ja, wenn der Maker Elektronik macht. Sag, was leuchten soll, in welchen Farben und ob du Sound willst. Frag im Angebot, wie der Akku geladen oder gewechselt wird und wo der Schalter sitzt.
Wie früh sollte ich ein Prop beauftragen?
So früh wie möglich. Jeder Maker nennt in seinem Angebot einen Zeitplan, und Bemalung und Elektronik lassen sich kaum beschleunigen. Plane Zeit für den Versand ein, und mehr, wenn der Maker in einem anderen Land sitzt.
Ist meine Zahlung geschützt?
Du zahlst, wenn du ein Angebot annimmst. Die Plattform hält die Zahlung zurück und gibt sie erst an den Maker frei, wenn du die Lieferung bestätigst. Wenn etwas schiefgeht, gibt es ein Streitfall-Verfahren.